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Schwefelwasserstoff-Austritt aus Lagerbehälter

3 Todesopfer bei Unfall in Lederfabrik

Chemiealarmeinsatz in Lederfabrik © T. Lischnig
Chemiealarmeinsatz in LederfabrikChemiealarmeinsatz in Lederfabrik
© T. Lischnig
 
Chromrecyclinganlage © Brandschutzforum
ChromrecyclinganlageChromrecyclinganlage
© Brandschutzforum
 

Bei der Lederherstellung wird eine Vielzahl von z.T. schwefelhältigen Chemikalien eingesetzt. Da auch die Rohstoffe und Abfälle wie Haut, Haare etc. Schwefel entahlten, kann bei deren mikrobiellem Abbau ebenfalls Schwefelwasserstoff entstehen.

Folgenschwer war der Austritt von hoch giftigem Schwefelwasserstoff (H2S) aus einem Langerbehälter in der Werkshalle einer Lederfabrik. Bei diesem tragischen Ereignis kammen drei Menschen um ihr Leben. Desweiteren wurden vier Personen schwer und über 30 Personen leicht verletzt.
Im Rahmen seines Einsatzes ordnete der Chemiealarmdiesnt die sofortige Evakuierung der Betriebsanlage an. Über den Rundfunk wurde die Bevölkerung gewarnt und im Raum Gleisdorf Messungen der Luft hinsichtlich des Auftretens und der Konzentration von H2S eingeleitet.

Die Chromrecyclinganlage wurde als wahrscheinlichste Ursache für die Entstehung des Schwefelwasserstoffes ermittelt.  Dieses Verfahren wurde bis auf weiteres nicht mehr angewendet.

Aufgrund dieses und eines weiteren Unfalles in einer anderen Gerberei werden seither jene Betriebe von den zuständigen Behörden regelmäßig überprüft, bei denen Schwefelwasserstoff im Produktionsprozess verwendet wird bzw. entstehen kann.

 

Fazit

  • Man muss sich der Gefahr bewusst sein, dass sich Schwefelwasserstoff überall dort bilden kann, wo Schwefelverbindungen zusammen mit organischem Material unter Luftabschluss faulen können. (z.B. auch in Abwasserreinigungsanlagen, Biogas-Anlagen, Kanalisation, Papierindustrie, Deponien, (z.B Gipskartonplatten))

  • Der Geruch nach Schwefelwasserstoff ist ein trügerischer Warner (Lähmung der Geruchsnerven bei höheren Konzentrationen).

  • In Anlagen, wo größeren Mengen an Sulfid bzw. Schwefelwasserstoff auftreten können, sind entsprechende Meßgeräte in ausreichender Redundanz bereitzuhalten.

 

 
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