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Heizölaustritt durch undichte Leitungen

Grundwassergefährdung und Brunnenkontamination durch Heizöl

Aufwendige Sanierungsmaßnahmen nach Heizölaustritt in den Untergrund

Bei einem Betrieb in Deutschlandsberg stellte der Eigentümer im Zuge einer Überprüfung seiner Anlage einen Verlust von ca. 15.000 bis 17.000 Liter Heizöl aus dem Heizöltank fest.

Während die Druckprüfung keinen Hinweis auf eine Undichtheit des Tankes ergab, wurden bei der Überprüfung der unterirdisch verlegten Leitungen mehrere, durch Korrosion undicht gewordene Stellen entdeckt. Das fehlende Heizöl war  offensdichtlich durch diese Leckagen  in den Untergrund ausgetreten und kontaminierte u.a. auch einen nahegelegenen Brunnen.

In Anbetracht des Sachverhaltes wurden sofort Sanierungsarbeiten angeordnet. Zur Ab- und Eingrenzug des Schadensausmaßes wurden insgesamt 34 Rammkernbohrungen durchgeführt sowie fünf Grundwassermessstellen und zwei Sanierungsbrunnen errichtet. Die zwei kontaminierten Hausbrunnen wurden zusätzlich wöchentlich bezüglich der Schadstoffkonzentration beprobt.

Im Rahmen der durchgeführten Sofortmaßnahmen zur Boden- und Grundwassersanierung konnten insgesamt circa 5.400 Liter Heizöl aufgefangen werden und mussten rund 100 Tonnen kontaminiertes Erdreich entfernt werden.

 

Ein ähnliches Ereignis trat bei auch einem Betrieb in Feldkirchen bei Graz auf. Auch hier ergab die Überprüfung des Heizöltankes mit einem Fassungsvermög von 20.000 Liter, dass unter Berücksichtigung des Ölverbrauches etwa 15.000 Liter Heizöl im Tank fehlten. 
 
Die sofort durchgeführte Druckprobe zeigte keine Undichtheitdes des Tankes. Im Zuge der Überprüfung der gesamten Heizanlage und aller Leitungen wurde ein Leck in der Rücklaufleitung festgestellt. Über die in der Bodenplatte verlegten Leitung dürften demnach cirka 15.000 Liter Heizöl unbemerkt in den Untergrund versickert sein.

Anhand von Rammkernsondierungen und Grundwassersonden im und um das Gebäude wurde das Ausmaßes der  Ölausbreitung angegrenzt. Um an die Austrittstelle im Keller zu gelangen, wurden Wände abgetragen und mittels Bohrgerät und Bagger  das Betonfundament entfernt. Das kontaminierte Erdreich konnte in diesem Bereich nur teilweise abgetragen werden, ohne das Gebäude zu gefährden. Durch eine Grundwassersonde im Schadenszentrum und einen in weiterer Folge errichteten Sanierungsbrunnen wurde das mit Mineralöl verunreinigte Wasser abgepumpt und nach Abtrennung des Heizöls gereinigt wieder versickert.


Von der Grundwasseroberfläche wurden mehr als 3500 l Heizöl abgepumpt werden und insgesamt etwa 50 Tonnen mineralölkontaminiertes Material entsorgt. 
 

 
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Fazit:

  • Sind Heizölleitungen im Boden verlegt, ist zur Vermeidung von Umwelt- bzw. Grundwasserverunreinigungen eine regelmäßige Dichtheitsprüfung unbedingt erfoderlich.

  • Bei älteren Anlagen wird neben den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen eine zusätzliche Druckprüfungen dringend empfohlen.
    Im Vergleich zu den Kosten einer umfangreichen Sanierung sind die Kosten einer Druckprüfung sehr niedrig. 

  • Besonders hart trifft es bei derartigen Umweltschäden jene, die keine Versicherung für derartige Schadensfälle abgeschlossen haben bzw. die Kosten der Sanierung die Deckungssumme übersteigen.
 
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