Anpassung an den Klimawandel
Der Klimawandel ist auch in der Steiermark längst spürbar, beispielsweise durch häufigere Hitzewellen, Starkregenereignisse und zunehmende Trockenphasen. Neben dem Klimaschutz, dem Reduzieren von Treibhausgasemissionen, gewinnt daher auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels immer mehr an Bedeutung. Ziel ist es, unsere Regionen, Gemeinden und Lebensräume widerstandsfähig gegenüber den klimatischen Veränderungen zu machen und Chancen aktiv zu nutzen.
In der Steiermark werden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, etwa im Rahmen der Klimawandelanpassungsmodellregionen KLAR! Regionen - ein bundesweites Förderprogramm, das vom Klima- und Energiefonds finanziert wird. Die KLAR! Regionen entwickeln gezielt regionale Strategien und Projekte, um beispielsweise Wälder klimafit zu gestalten, oder die Trinkwasserversorgung zu sichern.
Das Land Steiermark arbeitet daher gezielt daran, auf die bereits spürbaren und zukünftigen Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein. Ziel der Klimawandelanpassung ist es, Risiken zu verringern, natürliche Lebensgrundlagen zu erhalten und die Lebensqualität in allen Regionen des Landes zu sichern.
Ein weiteres zentrales Unterstützungsangebot für Gemeinden in der Steiermark bietet das Gemeindeservice der Energie Agentur Steiermark.

Mit dem Beschluss vom 19. September 2024 wurde die Klimawandelanpassung Strategie Steiermark 2050 von der Klima- und Energiestrategie 2030 plus abgelöst. In die vorliegende Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 plus wurde der Bereich der Klimawandelanpassung integriert.
Die gesamte Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 plus finden Sie hier.
Die Umsetzung der Maßnahmen im Bereich Klimawandelanpassung werden in den Monitoringberichten der Klima- und Energiestrategie 2030 plus ab dem Jahr 2022 dargestellt.

Die
Klimawandelanpassung Strategie Steiermark 2050 wurde am 24.09.2015 per Regierungsbeschluss einstimmig beschlossen. Sie beinhaltete 97 Einzelmaßnahmen um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Steiermark zu mindern.
Der 1. Fortschrittsbericht analysierte die Umsetzung der Maßnahmen der Klimawandelanpassung Strategie Steiermark 2050 für den Zeitraum 2015-2017.
Die Steiermark ist Teil der EU‑Mission
„Adaptation to Climate Change" und zählt damit zu den offiziellen Charter Signatories dieser wegweisenden Initiative. Ziel der Mission ist es, Europas Regionen und Gemeinden dabei zu unterstützen, sich wirksam an die Folgen des Klimawandels anzupassen - durch innovative Maßnahmen, Wissenstransfer und gezielte Unterstützung.
Als Missionsteilnehmerin profitiert die Steiermark von der Mission Implementation Platform (MIP4Adapt). Diese bietet technischen Support, Förderinformationen sowie den Zugang zu einer europaweiten Community of Practice, einem aktiven Netzwerk aus Regionen, Städten, Forschungseinrichtungen und Organisationen. In dieser Community of Practice bringt sich die Steiermark aktiv ein, um gemeinsam mit anderen Akteuren Wissen auszutauschen, voneinander zu lernen und regionale Anpassungsstrategien weiterzuentwickeln.
Im Rahmen der MIP4Adapt hat das Land Steiermark am Technical Assistance Programme teilgenommen, um Indikatoren zur Messung und zum Monitoring von Klimawandelanpassung für die Steiermark zu entwickeln.
Gemeinsam mit über 300 Regionen europaweit trägt die Steiermark zur Umsetzung konkreter Anpassungsschritte bei, etwa in Bereichen wie Hitzeschutz, Wassermanagement oder naturbasierte Lösungen. Ziel ist eine klimaresiliente Steiermark im Einklang mit der europäischen Vision.
Gemeinde spüren den Klimawandel immer deutlicher. Der Naturgefahrencheck hilft dabei die Risiken zu analysieren und darauf aufbauen Maßnahmen zu ergreifen.
Der Klimapass Steiermark unterstützt damit die Klimawandelanpassung und bietet eine übersichtliche Darstellung von Daten zu Temperatur-, Niederschlags- und Strahlungsveränderungen in der Gemeinde bis zurück ins Jahr 1961. Punktgenau ist mit einer räumlichen Auflösung von 1x1 km und einer zeitlichen Auflösung von einem Tag die einfache Abfrage von Daten möglich.
Jährlich werden für Österreich und für alles Bundesländer Klimastatusberichte erstellt, die einen Überblick über das Wettergeschehen des vorangegangenen Jahres geben und auf die klimatischen Besonderheiten aufmerksam machen.
Die Studie „ÖKS 15 - Klimaszenarien für Österreich" wurde vom Land Steiermark gemeinsam mit dem Bund und den Bundesländern beauftragt um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Steiermark besser einschätzen zu können . Die Studie wurde von der Universität Salzburg, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und dem Wegener Center der Universität Graz durchgeführt.
Alle Informationen zu den Österreichischen Klimaszenarien finden Sie hier.
Die Steiermark ist und war an Projekte von unterschiedlichen Förderungsprogrammen sowohl auf regionaler als auch EU-Ebene involviert.
An den Nachfolgenden Projekte war bzw. ist die Steiermark beteiligt:
STARK - Steiermark für Anpassung, Resillienz und Klimaregionalität
ClimRisK - Interreg-Projekt zur Anpassung an den Klimawandel


