Nah- und Fernwärme in der Steiermark
Die Fernwärmenutzung hat in der Steiermark - und hier insbesondere in der Landeshauptstadt Graz - eine lange Tradition. Neben der Intensivierung der Fernwärmenutzung spielt künftig insbesondere die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger, industrieller Abwärme und Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Bereich der Fernwärmeaufbringung eine zentrale Rolle.
Der energetische Endverbrauch von Fernwärme in der Steiermark belief sich im Jahr 2024 auf insgesamt 10,2 PJ und entsprach damit rund 5,7 % des gesamten Endenergieverbrauchs. Die Aufbringung von Fernwärme erfolgte 2024 mittlerweile überwiegend aus Biomasse. Wie in der Abbildung dargestellt, ist die Entwicklung der Biomasse besonders deutlich: Der Biomasseanteil stieg von 25 % im Jahr 2005 kontinuierlich auf 61 % im Jahr 2024 an. Neben Biomasse stellt Erdgas weiterhin einen wesentlichen Energieträger für die Fernwärmeaufbringung in der Steiermark dar. Im Jahr 2024 wurde Fernwärme durch Erdgas sowohl in Heizwerken im Ausmaß von 2,1 PJ als auch in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Ausmaß von 2,3 PJ aufgebracht. Bemerkenswert ist zudem der deutliche Rückgang der fossilen Energieträger Kohle und Öl. Während Öl lediglich noch vereinzelt als Ausfallsreserve eingesetzt wird, spielt Kohle aktuell keine Rolle mehr. Kleinere Anteile an der Fernwärmeerzeugung machten außerdem Solaranlagen, Wärmepumpen und Geothermie sowie brennbare Abfälle aus.
Die Fernwärme in Graz hat einen Anteil von rund 40 % an der Fernwärmebereitstellung der Steiermark. Der zukünftige Aufbringungsmix ist daher von großer Bedeutung.
Fernwärmeerzeugung in der Steiermark


